ein offener brief: liebe lehrbeauftragte...

Sonntag, 18. Februar 2018

in dem heutigen post soll es um ein schon länger nicht mehr angesprochenes thema gehen: die universität und das studentenleben. und es soll als eine art offener brief gelten an alle sich angesprochen gefühlten institute und fakultäten mit ihren lehrkräften. wahrscheinlich werden sich aber die wenigsten wirklich angesprochen fühlen. davon gehe ich aus, da ich dahingehend auf schon so viel unverständnis und wenig einsicht gestoßen bin, dass es mich langsam wirklich ankotzt, auf welcher ebene man sich teilweise begegnet. in vielen gesprächen mit meinem freundeskreis wurde bereits deutlich, dass dieses problem immer noch in jeglichem bildungsbereich, unabhängig davon in welchem lebensabschnitt man sich befindet, sehr präsent ist. mir persönlich fällt es nun mal nur im unialltag auf, aber genau so war ich schon als schülerin betroffen und freunde von mir als auszubildende oder einfach nur junge erwachsene im arbeitsleben. aufgrund der autoritären eigenschaft von lehrern gegenüber schülern, die wiederum noch mehr verantwortung gegenüber ihren schülern tragen, es sei dem frühen lern- und entwicklungsstadium geschuldet, wird die 'natürliche' hierarchie in der schule noch als normal dazugehörend verstanden und ist auch von mir in vielen teilen nachvollziehbar. doch spätestens in der oberstufe, in der ausbildung oder im studium rutschen beide parteien meiner meinung nach auf eine gemeinsame ebene. die der erwachsenen, der eigenverantwortung und selbstständigkeit. und mir geht es hier auch nicht darum, dass dinge ohne weiteres von einem verlangt werden und sich keiner mehr nach dir erkundigt, ob du sie auch wirklich erledigt hast oder nicht. dafür habe ich vollstes verständnis und möchte auch nicht, dass mir ständig eine scheinbare autorität über die schulter schaut und mir meinen zeitplan einteilt. denn ich bin ein erwachsener, eigenständiger mensch, der die verwantwortung für sich und seine pflichten komplett selbst tragen muss. und in bezug auf bildung und abschlüsse war mir noch nie etwas lieber als das. deswegen: darum geht es nicht. ich verlange kein kümmern, sondern einfach nur, dass man als lehrbeauftragter seinen job ordentlich macht. und das sollte bei ergreifen eines solchen berufs selbstverständlich sein, ansonsten müsste man ihn nicht machen. für mich und ich denke auch für viele andere hat es in diesem arbeitsverhältnis zwischen lehrer und lernenden oberste priorität, dass man sich auf augenhöhe begegnet, niveau- und respektvoll miteinander umgeht und spricht. doch wie mir scheint, sehen das ein paar akademische prof. dr. von und zus etwas anders. aber kann mir mal jemand erklären, was dozenten und lehrer dazu macht und ihnen das recht gibt, sich auf eine höhere stufe zu stellen, von dort aus nach unten herab zu sprechen und dabei ein unglaublich absurdes machtgefälle auszudrücken? - eine professur? ein doktortitel? ein höheres alter und damit ja die 'automatisch größere erfahrung an leben und wissen'? entschuldigung, aber ich glaube kaum. nicht eines von den hier aufgezählten gründen rechtfertigt ein derartig anmaßendes verhalten gegenüber menschen, denen man doch etwas beibringen möchte. darum geht es doch, oder habe ich das falsch verstanden? meiner auffassung zufolge sollten eben jene menschen einen lehrberuf ausüben, die eine ausgeprägte soziale kompetenz haben sowie die begeisterung für die arbeit mit menschen und dazu den ausdrücklichen drang danach verspüren, diesen etwas vermitteln und einprägsam beibringen zu wollen. alles andere hat in diesem berufsfeld keinen platz. so zumindest die wunschvorstellung. leider trifft man aber genau die gegenteiligen personen immer mal wieder in seiner bildungslaufbahn. und so unvorteilhaft wie das deutsche bewertungssystem in form von noten und absurden kriterien für das geben dieser auch ist, als lehrer, so dachte ich, sind eben noten ein großer teil des feedbacks für deine arbeit. und genau deshalb sollte man doch den anspruch haben, dass man am notenbild der lernenden einigermaßen ablesen kann, dass man seinen job gut gemacht hat und den leuten neues wissen vermitteln oder bereits vorhandenes festigen konnte. doch wenn ich mir so manchen dozenten anschaue, habe ich eher das gefühl, dass sein notenspiegel sein völlig ideologisiertes machtgefälle und dieses "ich bin eben der dozent und ihr halt doch NUR studenten" repräsentieren soll. bin ich irgendwie im falschen film? wo zur hölle ist euer empathieempfinden, eure didaktische ausbildung und jeglicher gesunder menschenverstand geblieben? 
da könnt ihr noch so alt, erfahren und scheinbar erhaben sein, euch noch so kompetenter fühlen aufgrund eurer titel. wenn ihr nicht wisst, wie man respektvoll miteinader umgeht, helfen die euch leider gar nichts und ihr solltet eventuell hörsäle und seminarräume künftig meiden.


ps: in meinem kernfach habe ich bisher sehr loyale und respektvolle lehrende kennengelernt
dieser artikel betrifft unter anderem einen anderen studiengang, den ich dieses semester nebenbei besucht habe (weil ich musste)

blueberries

Donnerstag, 1. Februar 2018




das mag jetzt vielleicht ein bisschen komisch aussehen, aber keine angst, ich habe das andere auge natürlich auch noch geschminkt. wie ich das gemacht habe, könnt ihr euch im nachfolgenden video anschauen (einfach unten rechts auf jetzt weiterlesen klicken). diese ganze aktion ist ziemlich spontan entstanden. das einzige, was ich mir schon etas länger überlegt hatte, war, ein vorher/nachherbild zu machen, um mal einen genauen kontrast zu zeigen, weil es mir während des schminkens schon stark auffällt.  und dann dachte ich 'wieso nicht die videofunktion mal anschalten und das ganze aufnehmen?' doch selbst da wusste ich noch nicht, dass ich es veröffentlchen werde. das schneiden und mich selbst nochmal dabei beobachten zu können, wie ich mir auf den lidern herumpinsel, hat dann aber so einen unerwarteten spaß gemacht, dass ich mich dazu entschied, es auf youtube hochzuladen. wenn euch diese foto/video-kombi gefällt, lasst es mich gerne wissen. 
ps: selbstvrständlich bin ich kein make up guru und bilde mir auch nichts auf ein solches "tutorial"-format ein. es macht mir nur einfach so unglaublich viel spaß! und sollte es jemanden weiterhelfen, freue ich mich natürlich umso mehr.

yes i'm fine with it











nach den vielen make up bildern nun einmal das gegenteil. ungeschminkt und vollkommen zufrieden damit. die fotos sollen keine rechtfertigung vor irgendwelchen vorurteilen gegenüber make up sein, sie zeigen einfach nur, dass ich okay mit mir bin, gerade weil manche dinge so aussehen wie sie eben aussehen. schon alleine weil ich jemandem aus meiner familie, der mir sehr viel bedeutet hat, wie aus dem gesicht geschnitten bin. vor allem aber, weil mich die wichtigsten menschen in meinem leben genau so sehen und mich damit identifizieren, ohne auch nur irgendetwas daran zu bewerten. es ist ihnen vollkommen gleich, wie groß meine nase ist, ob sie einen hückel hat, ob ich kleine augen habe, helle augenbrauen oder ein spitzes kinn. weil sie das gar nicht als herausstellungsmerkmal wahrnehmen, sondern nur mich als mensch.